| ‹ Mit Pollenallergie Laufen - Für Läufer mit einer Allergie hat die Natur leider ihren eigenen „Reiz". Fast ein Fünftel leidet allein unter Heuschnupfen. Doch Allergien müssen kein Hinderungsgrund fürs Laufen sein. Im Gegenteil. In manchen Fällen lindert Ausdauertraining sogar die Allergie. Der Grund ist der durchs Laufen erhöhte körpereigene Cortisolspiegel. Zunächst ist es wichtig, herauszufinden, woher die Allergie stammt. Heuschnupfen erkennt man daran, dass er jedes Jahr zur gleichen Zeit wiederkehrt; Juckreiz in der Nase und tränende Augen sind untrügliche Anzeichen. Doch mit Heuschnupfen wird man nicht geboren, er kann zu einem beliebigen Zeitpunkt im Leben eintreten, aber genausogut auch wieder verschwinden. Unter Heuschnupfen-Allergikern sind gerade Läufer besonders anfällig, da sie sich beim Laufen ständig den verursachenden Pollen von Bäumen und Gräsern aussetzen, Deshalb soll ten Sie als Betroffener einige Punkte beachten (siehe Tipps). RW
Die Pollen von Bäumen sind zwischen Februar und Ende Mai der häufigste Auslöser für Heuschnupfen. Gräserpollen folgen meist von Mai bis Mitte Juli. Meiden Sie zu Beginn des Frühjahrs Wälder und laufen Sie stattdessen in offenem, weitläufigem Gelände. Etwa ab Juni laufen Sie wieder vermehrt im Wald, um die Gräserpollen zu meiden. Das Pollenaufkommen steigt meist erst ab acht Uhr an (insbesondere Gräserpollen). Davor können Sie gut laufen, oder abends ab acht Uhr. Lüften Sie die Wohnung nur bei geringem Pollenflug ein wenig. Nutzen Sie Regen zum Laufen, dann ist die Luft fast frei von Pollen. Planen Sie Ihren Urlaub für die Jahreszeit, in der Sie zu Hause besonders unter Pollenflug leiden. Urlaubsziele in Meeresnähe gelten als ideal, mitunter auch solche in den Bergen.
Während der Pollenflugzeit die Wäsche nicht im Freien trocknen, sondern in geschlossenen Räumen oder im Wäschetrockner. Haare abends gut durchbürsten oder waschen.
Unterschätzen Sie den Heuschnupfen nicht: Schätzungsweise bei jedem dritten Patienten treten im Verlauf der Erkrankung auch Asthma-Symptome auf, anfangs meist als leichter, trockener Reizhusten. Pollenallergien können oft geheilt oder gelindert werden, zum Beispiel mit einer Irnmuntherapie (oder Hyposensibilisierungstherapie). Auskünfte über Pollenflug erteilen auch die Wetterdienste von TV und Tageszeitungen.
Runnersworld.de 05/2005
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